Emmanuel ist Maasai und stammt aus Mgora, einem kleinen Dorf in der Maasaisteppe in Tansania. Er selbst konnte als Kind nicht zur Schule gehen. Sein Onkel dachte, dass er schlauer ist als andere Kinder und er daher keine Schule benötigt. Seine Aufgabe war es, täglich zu den Rindern zu schauen. Aber schon von klein auf war er sehr wissbegierig und schaute immer wieder in die Schulbücher seiner Geschwister.
Mit 18 Jahren wurde Emmanuel dann auf die Insel Sansibar geschickt um zu arbeiten. Er versuchte am Strand mit kleinen Walking-Touren zum Riff für Touristen oder mit dem Verkauf von Souvenirs, Geld für die Familie zu verdienen.
Er hatte das Glück, eines Tages, ein junges Ehepaar aus Deutschland kennenzulernen. Diese ermöglichten ihm dann auf Sansibar ein Jahr lang eine Schule zu besuchen um Deutsch, Englisch und Computer-Kenntnisse zu lernen. Lesen und Schreiben brachte er sich selbst bei. Er ist unendlich dankbar, dass er diese Chance bekommen hat. Denn dadurch hatte er endlich die Möglichkeit einen „richtigen“ Job zu finden.
2017 lernten schlussendlich wir zwei uns kennen. Melanie, die österreichische Touristin und Emmanuel, der Maasai. Und obwohl unsere zwei Kulturen nicht unterschiedlicher sein konnten, war es für uns beide von Anfang an klar, dass uns etwas besonderes verbindet. Zwei Jahre später kam die Hochzeit und vieles änderte sich.
Heute lebt und arbeitet Emmanuel seit 2 Jahren in Österreich. Dadurch lernte er auch ein anderes Bildungssystem und dessen Vorteile kennen.
Emmanuel möchte mit seinem neuen Wissen in seiner Heimat etwas verändern. Er möchte, dass jedes Kind die Chance hat eine Schule zu besuchen. Und dass auch schon die Kleinsten in einem Kindergarten grundlegende, wichtige Dinge spielerisch lernen.






